Vollständige Dokumentation · Stand März 2026

Dokumentation eines Arbeitskonflikts

Von der Denunziation über institutionelles Schweigen bis zur Nichtverlängerung – ein Fallbeispiel aus der kirchlichen Sozialarbeit. Alle Namen wurden aus rechtlichen Gründen anonymisiert.

Hinweis: Alle dargestellten Ereignisse beruhen auf persönlichen Aufzeichnungen, E-Mails und Dokumenten des Betroffenen. Ziel ist es, strukturelle Muster sichtbar zu machen – ohne Anklage gegen Einzelpersonen. Die Seite wird fortlaufend ergänzt.
~390
Tage AU gesamt
24
AU-Bescheinigungen
4
Unbeantwortete Mails
0
BEM-Angebote
F43.1
PTBS-Diagnose

Das Wichtigste in Kürze

Rassismus als Kontext

Der Betroffene, ein schwarzer Mann, erlebte mehrere rassistische Zuschreibungen der Kollegin: „Ich könnte dich nie in die Türkei mitnehmen", „Meine Mutter würde einen schwarzen Freund niemals akzeptieren." Sexualisierte Bemerkungen über schwarze Männer blieben im Team unkommentiert. Die vagen Vorwürfe der Kollegin erhielten vor diesem Hintergrund eine zusätzliche Dimension; die Leitung stellte die Glaubwürdigkeit des Betroffenen wiederholt in Frage.

"Nach 53 Jahren bin ich sensibilisiert – oder, wie man heute sagt: achtsam." (Betroffener)

Fachlichkeit & strukturelle Mängel

  • Einladung zum MAG unter falschem Vorwand – Verstoß gegen Transparenz und Fürsorgepflicht
  • Vage Vorwürfe als Gesprächsgrundlage – keine Vorbereitungsmöglichkeit
  • Ignorieren von vier schriftlichen Anfragen
  • MAV: Vertraulichkeit gebrochen, Beratungsauftrag verfehlt
  • Kein BEM trotz Langzeiterkrankung (§ 167 SGB IX)
  • Krankheit als faktischer Kündigungsgrund

Rechtliche Verstöße

  • § 241 II BGB – Fürsorgepflichtverletzung
  • § 75 BetrVG – Persönlichkeitsrechtsverletzung
  • § 7 AGG – Diskriminierung wegen Krankheit/Ethnie
  • § 167 II SGB IX – BEM-Pflicht verletzt
  • § 109 GewO – Zeugnisverzögerung
  • § 185 StGB – Beleidigung (Kollegin)
  • § 186 StGB – Üble Nachrede (Kollegin)

Chronologie – vier Perspektiven

Die Ereignisse im Überblick: Was taten der Betroffene, die Kollegin, die Leitung und die MAV – und wo blieb die Reaktion?

Betroffener

04.04.2024
Erhält beleidigende Nachrichten von Kollegin.
08.10.2024
Rückkehrgespräch – erwähnt Konflikt mit Kollegin.
24.10.2024
Mitarbeitergespräch unter falschem Vorwand; berichtet von rassistischen Äußerungen.
25.10.2024
Erstellt Gedächtnisprotokoll, protestiert gegen Täuschung.
05.05.2025
Bittet Leitung um Aufarbeitung.
Keine Antwort
26.05.2025
Erstkontakt mit MAV (Telefonat 6 Min.).
06.06.2025
Protestiert bei MAV gegen Einbeziehung Personalabteilung ohne Einwilligung.
18.09.2025
Erfährt von Nichtverlängerung seines Vertrags (Begründung: Krankheit).
05.–20.11.2025
Drei Bitten um Arbeitszeugnis.
Keine Antwort

Kollegin K.

04.04.2024
Sendet beleidigende Nachrichten.
09.06.2024
Einmalige sexuelle Begegnung; versucht wiederholt trotz ablehnender Signale einzudringen.
18.06.2024
Rassistische Äußerungen – „Könnte dich nie in die Türkei mitnehmen."
08.08.–18.08.2024
Schickt während Krankenhausaufenthalt des Betroffenen dutzende Nachrichten; verbreitet Gerüchte über Alkoholrückfall.
04.10.2024
Droht mit Anzeige nach Verwechslung: „Schreibst du mir nochmal, zeige ich dich an!!"
08.10.2024
Geht nach Rückkehrgespräch zur Leitung – erhebt vage Vorwürfe (Triangulation).
24.10.2024
Setzt kurze Fristen per vivendi – Mobbingversuch.
19.03.2025
Äußert sich abwertend über Betroffenen gegenüber Klienten.

Leitung

08.10.2024
Erfährt vom Konflikt; Kollegin beschwert sich noch am selben Tag.
22.10.2024
Täuschung über Gesprächsanlass durch Leitung T.
24.10.2024
Konfrontiert mit vagen Vorwürfen; Fragen zur Privatsphäre ohne Rechtsgrundlage.
04.11.2024
Lehnt Vierergespräch ab – angekündigter Prozess nie umgesetzt.
05.05.2025
Bitte um Aufarbeitung.
Keine Antwort
08.08.2025
„Keine Antwort ist auch eine Antwort." – Kommunikation bricht ab.
18.09.2025
Teilt Nichtverlängerung mit – kein BEM je angeboten.
06.11.2025
Kontaktunterlassungsdrohung statt Zeugnis und Verabschiedung.

MAV

26.05.2025
Erstkontakt (6 Min.) – Unterstützung zugesagt. Informiert sofort ohne Einwilligung die Personalabteilung.
28.05.2025
„Diese Woche nichts möglich" – Personalabteilung müsse dabei sein.
05.06.2025
Gespräch erst Mitte/Ende Juni (wg. Urlaub).
07.07.2025
MAV schlägt vor: Betroffener solle selbst BEM einfordern.
16.07.2025
Gespräch – ohne vertrauliche Beratung, Hinweis auf befristeten Vertrag.
25.08.2025
Betroffener bittet um Rückmeldung.
Keine Antwort

Verhalten der Kollegin

Chronologische Dokumentation des eskalierten Verhaltensmusters – von den ersten Begegnungen bis zur Gerüchteverbreitung über Dritte.

03. April 2024Erstes dokumentiertes Treffen – Café
Erstkontakt

Kollegiales Gespräch auf Initiative der Kollegin im Café. Sie schildert einen Konflikt mit Kollegin Dagmar und äußert den Wunsch nach Anzeigenerstattung.

Erstes Erkennungszeichen: Primäre Tendenz, Konflikte durch rechtliche Schritte zu eskalieren statt Lösungen zu suchen.
Muster erkannt
Mai–Juni 2024Kollegiale Treffen – persönliche Mitteilungen
Sozial

Lockere kollegiale Treffen. Kollegin berichtet regelmäßig über gewaltvolle Kindheitserfahrungen und anhaltende Familienprobleme. Am 02. Juni schließt sie sich einem Geburtstagsessen an.

09. Juni 2024Einmalige sexuelle Begegnung
Privat

Einmalige sexuelle Begegnung (ONS). Im Vorfeld war geklärt: beziehungsoffene Verbindung, keine festen Erwartungen. Kollegin betonte jedoch mehrfach, es „ernst" zu meinen.

Selbstdarstellung: moralisch-streng, religiös, türkisch-muslimische Identität, Sexualität nur in bewusstem Rahmen. Klare Diskrepanz zwischen kommunizierter Identität und Handeln.

Grenzüberschreitung
Sommer 2024Beleidigende WhatsApp-Nachrichten – rassistisch, sexistisch
Beleidigung

Nach einem sachlichen Irrtum und sofortiger Entschuldigung reagiert die Kollegin mit aggressiven, beleidigenden WhatsApp-Nachrichten. Enthalten nach Einschätzung rassistische und sexistische Elemente.

Beleidigung § 185 StGBRassistischSexistischBelegt durch WhatsApp
08.10.2024Beschwerde bei der Leitung – Denunziation am Tag des Rückkehrgesprächs
Denunziation

Am gleichen Tag, an dem der Betroffene sein Rückkehrgespräch mit Andreas führt und seine Bedenken wegen der Kollegin schildert, sucht sie ebenfalls das Gespräch mit der Leitung.

  • Behauptung: „Wir hätten was zusammen/miteinander gehabt" – vage, privatsphärenverletzend
  • Behauptung: „Umgangsproblem" im Dienst
  • Fakt: Seit Rückkehr kein dienstlicher Kontakt – nur höfliches Grüßen
Zeitlich auffällig: Beschwerde am selben Tag wie das Rückkehrgespräch – nachdem der Betroffene zuvor seine Bedenken geäußert hatte.
Üble Nachrede § 186 StGBTriangulation
Vor/um 24.10.2024Vor der Haustür des Betroffenen gesehen
Grenzüberschreitung

Kollegin wurde vor der privaten Haustür des Betroffenen gesehen. Leitungsreaktion: „Das hat Dilek uns natürlich nicht gesagt" – ohne Konsequenz.

Privatsphäreverletzung
2025 (Datum unbekannt)Gerüchteverbreitung über Klient Z.
Rufschädigung

Klient Ziebel verbreitet im gesamten Haus Gerüchte über ein angebliches Verhältnis zwischen Kollegin und Betroffenen. Die Information stammt nach Aussage Ziebels von der Kollegin selbst. Ziebel hatte dem Betroffenen bereits im April mitgeteilt, dass die Kollegin ihn beleidigt und etwas Privates angedeutet habe.

RufschädigungVerbreitung über DrittenZeugenaussage vorhanden

Verhalten der Leitung

Dokumentation von Täuschungen, unterlassenen Maßnahmen und Pflichtverletzungen durch Vorgesetzte Andreas (unmittelbar), Michael Tietjen (übergeordnet) und Natalia Reinke (Einrichtungsleitung).

08.10.2024Rückkehrgespräch – Bedenken werden notiert, nicht verfolgt
Andreas

Betroffener schildert Bedenken wegen der Kollegin (beleidigende WhatsApp-Nachrichten, MAV-Erwägungen). Am gleichen Tag sucht die Kollegin das Gespräch mit Andreas. Keine Rückmeldung an den Betroffenen.

Keine Maßnahme nach Beschwerde
22. Oktober 2024Täuschung über Gesprächsanlass durch Michael Tietjen
Michael · Täuschung

Termin für MAG am 24.10. vereinbart. Genannter Anlass: „Nachfragen zur Rückkehr / ungeklärte Abwesenheit." Beruhigung: „Prinzipiell sei ja alles geklärt."

Tatsächlicher Gesprächsinhalt am 24.10.: Ausschließlich Vorwürfe der Kollegin. Die Leitung war vorbereitet – der Betroffene nicht.
Täuschung über Gesprächsanlass§ 241 II BGB Fürsorgepflicht§ 75 BetrVG
24. Oktober 2024Mitarbeitergespräch – überraschende Konfrontation
Andreas + Michael

Gespräch zu dritt. Erst 5 Tage nach Rückkehr aus langer Erkrankung. Konfrontation mit vagen Vorwürfen ohne Vorwarnung.

  • Überraschende Vorwürfe: „Umgangsproblem", Behauptung eines intimen Verhältnisses
  • Fragen zum Privatleben ohne dienstlichen Bezug
  • Keine Möglichkeit zur Vorbereitung
  • Vorwürfe des Betroffenen gegen Kollegin (rassistische/sexistische Beleidigungen) werden ignoriert

Vereinbarte Folgemaßnahmen: weitere Gespräche mit Kollegin und Betroffenen → nie umgesetzt.

Asymmetrisches VerfahrenFolgegespräche nie umgesetzt
04. November 2024Ablehnung des Vierergesprächs – Verfahren im Sande verlaufen
Michael

Betroffener hatte ein klärendes Vierergespräch vorgeschlagen. Michael lehnt ab. Der eigene Vorschlag eines Einzelgesprächs-Prozesses wird ebenfalls nie umgesetzt.

Formulierung: „Wir haben schon verstanden, worum es Dir geht." – inhaltlich unsubstantiiert.
Vermeidung von TransparenzEigener Vorschlag nie umgesetzt
Mai – Juli 2025Mehrfache Telefonate – Erinnerungslücken und Ausweichen
Andreas · Telefon

Betroffener fordert in mehreren langen Telefonaten (05.05., 03.07., 28.07.) Aufarbeitung. Andreas behauptet wiederholt Erinnerungslücken an das MAG vom 24.10.2024.

  • Mai: „Irgendwas Privates mit Dilek und ein Umgangsproblem" – mehr wisse er nicht
  • Juli: wundert sich „ostentativ, dass Wahrnehmungen so unterschiedlich sein können"
Betroffener leidet nachweislich an Schlaflosigkeit wegen Nicht-Aufarbeitung. Mehrfacher Hinweis an Andreas.
Fortgesetzte PflichtverletzungKeine Aufarbeitung
18. September 2025Mitteilung der Nichtverlängerung – Begründung: Krankheit
Natalia · Kündigung

Betroffener ruft selbst an. Natalia teilt mit: Vertrag wird nicht verlängert. Begründung: krankheitsbedingte Fehlzeiten machen ihn „zu unzuverlässig".

  • Zitat (Zeuge vorhanden): „Wir waren im letzten Jahr schon großzügig, als du krank warst."
  • Auf Hinweis auf PTBS und MAG: „Das ist alles lange her, damit will ich mich nicht beschäftigen."
  • „Die Geschichte mit Dilek sei Privatsache."
§ 7 AGG – Diskriminierung wegen Krankheit§ 167 II SGB IX – kein BEMNur 6 Wochen Vorlauf
06. November 2025Erste schriftliche Reaktion seit Mai 2025 – Drohschreiben
Natalia · E-Mail

Nach Bitte um Zeugnis antwortet Natalia erstmals seit Monaten schriftlich: Schlüsselrückgabe bis 13.11., Kostendrohung für Schließanlage, Kontaktverbot.

Zitat: „Von meiner Seite besteht kein weiterer Klärungsbedarf." / Androht rechtliche Schritte bei weiterer Kontaktaufnahme.
6 Monate Schweigen – erste ReaktionKein ZeugnisKontaktverbot
06. Februar 2026AGG-Antrag wegen Diskriminierung
Rechtlich

Antrag nach AGG wegen Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Krankheit (Behinderung) und Rasse. Grundlage: Nichtverlängerung + Zeugenaussagen + fehlendes BEM.

AGG-AntragDiskriminierung – Ethnie, Krankheit, Rasse

Rolle der MAV

Dokumentierte Einschaltung, abgebrochene Verfahren und strukturelles Versagen im Schutz des Betroffenen.

26. Mai 2025Erstkontakt – Unterstützung zugesagt, Vertraulichkeit sofort gebrochen
Erstkontakt

Telefonat 6 Minuten – Unterstützung zugesagt. MAV informiert noch am gleichen Tag die Personalabteilung, ohne die Einwilligung des Betroffenen einzuholen. Der Betroffene wollte zunächst eine vertrauliche Beratung.

Vertraulichkeit gebrochenOhne Einwilligung
28. Mai 2025Zeitnahes Gespräch nicht möglich
MAV · E-Mail

Betroffener bittet um zeitnahes Gespräch (Frist wegen befristetem Vertrag). MAV: „Leider kann ich diese Woche nichts möglich machen. Ich habe in der Personalabteilung, die ja auch teilnehmen soll/muss, Bescheid gegeben."

Framing der MAV: Personalabteilung muss teilnehmen – obwohl Betroffener ausdrücklich vertrauliche Beratung erbeten hatte.
05. Juni 2025Gespräch erst Mitte/Ende Juni (Urlaub)
Verzögerung

MAV teilt mit, aufgrund von Abwesenheitszeiten/Urlauben könne ein Gespräch erst gegen Mitte/Ende Juni stattfinden – mit Personalabteilung und Einrichtungsleitung.

06. Juni 2025Protest des Betroffenen gegen das Format
Betroffener

Betroffener protestiert: „Da Sie bereits die unbedingte Anwesenheit der in Ihrer Funktion entscheidenden Beteiligten im Gespräch konstatieren, möchte ich wissen, ob dies ein Beratungsgespräch für mich sein wird, oder welche Bedeutung im betrieblichen Verfahren dieses Gespräch haben soll."

07. Juli 2025MAV: Betroffener solle BEM selbst einfordern
BEM

MAV schlägt vor: Betroffener solle selbst ein BEM-Verfahren beim Arbeitgeber einfordern. Das BEM ist gesetzlich verpflichtend (§ 167 II SGB IX) – d.h. der Arbeitgeber muss es anbieten, nicht der Arbeitnehmer einfordern.

§ 167 II SGB IX missinterpretiert
GesamtbewertungMAV-Rolle: Strukturelles Versagen
Bewertung

Die MAV hat in diesem Fall keinen wirksamen Schutz ausgeübt:

  • BEM-Verfahren (Pflicht ab 6 Wochen AU) nicht ordnungsgemäß durchgeführt
  • Kein Einschreiten bei der Täuschung über den Gesprächsanlass am 24.10.2024
  • Keine Intervention bei anhaltenden Pflichtverletzungen der Leitung
  • Kein Schutz bei der Nichtverlängerung wegen Krankheit
  • Vertraulichkeit gebrochen
Schutzfunktion nicht erfülltBEM-VersagenVertraulichkeit verletzt

AU-Zeitstrahl

Sämtliche vorliegenden Krankmeldungen (24 PDFs) chronologisch sortiert. Die Diagnosen entwickeln sich von körperlichen Beschwerden zu schwerer PTBS und depressiver Episode – zeitlich parallel zur Eskalation des Konflikts.

24
AU-Bescheinigungen
~390
Tage gesamt
F43.1
PTBS – ab 23.06.2025
F32.2
Schwere Depression
Phase I – Körperlich (Sept. 2024)
16.09.–30.09.2024FolgebescheinigungM13.16 Monarthritis (Knie)
festgestellt
16.09.2024
Zeitraum
bis 30.09.2024

M13.16 Monarthritis, anderenorts nicht klassifiziert: Kniegelenk

Praxis
BAG Dr. med. J. Roehl / Dr. med. R. Krekeler · Langestr. 43, 27580 Bremerhaven
Status: Noch nicht vom Arbeitgeber abgerufen.
Phase II – Körper + erste Psyche (Jan. 2025)
08.01.–12.01.2025ErstbescheinigungJ45.8, G25.2, F41.0 – erste Panikstörung
festgestellt
09.01.2025
Zeitraum
08.01.–12.01.2025

J45.8 Mischformen Asthma bronchiale

G25.2 Sonstige Tremorformen

F41.0 Panikstörung – erste psychische Diagnose

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed · Grashoffstraße 32, 27570 Bremerhaven
Status: Noch nicht vom Arbeitgeber abgerufen.
08.01.–14.01.2025ErstbescheinigungU07.1 COVID-19
festgestellt
09.01.2025
Zeitraum
08.01.–14.01.2025

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Noch nicht abgerufen.
13.01.–16.01.2025FolgebescheinigungU07.1 COVID-19

U07.1 COVID-19

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Noch nicht abgerufen.
20.01.–26.01.2025FolgebescheinigungU07.1 COVID-19

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Daten wurden an Arbeitgeber übermittelt.
Phase III – Psychosomatisch (Apr.–Juni 2025)
08.04.–17.04.2025ErstbescheinigungJ45.8, G25.2, F45.9, F41.0, R06.0

J45.8 Asthma · G25.2 Tremor · F45.9 Somatoforme Störung · F41.0 Panikstörung · R06.0 Dyspnoe

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Daten wurden übermittelt.
12.05.–25.05.2025ErstbescheinigungF45.9, F41.0

F45.9 Somatoforme Störung · F41.0 Panikstörung

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Noch nicht vom Arbeitgeber abgerufen.
26.05.–02.06.2025FolgebescheinigungF45.9, F41.0

F45.9 · F41.0

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Noch nicht abgerufen.
03.06.–15.06.2025FolgebescheinigungF45.9, F41.0

F45.9 · F41.0

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Daten übermittelt.
16.06.–22.06.2025FolgebescheinigungF45.9, F41.0

F45.9 · F41.0

Praxis
Gemeinschaftspraxis Mahmoud & Mohamed
Status: Daten übermittelt.
Phase IV – PTBS & schwere Depression (ab 23.06.2025)
23.06.–29.06.2025⚠ Erstbescheinigung PTBSF43.1 Posttraumatische Belastungsstörung

F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung – Wendepunkt der Diagnose

Praxis
Praxis Dr. med. W. Woynar · Nordstr. 49, 27580 Bremerhaven
Status: Daten übermittelt.
Direkter Kausalzusammenhang mit MAG vom 24.10.2024 und unterlassener Aufarbeitung ärztlich dokumentiert.
27.06.–11.07.2025ErstbescheinigungF32.2 Schwere Depression + F43.1 PTBS

F32.2 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome · F43.1 PTBS

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174, 27568 Bremerhaven
Status: Daten übermittelt.
10.07.–31.07.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
31.07.–15.08.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Dr. med. Schmidt-Bojahr · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
14.08.–04.09.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
04.09.–18.09.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
18.09.–02.10.2025AU + KündigungF32.2, F43.1 – Nichtverlängerung am 18.09.

F32.2 · F43.1 – Nichtverlängerung mitgeteilt während laufender PTBS-AU

Praxis
Eva Koschmieder · Hafenstraße 174
Status: Noch nicht abgerufen.
02.10.–23.10.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
Phase V – Nach Vertragsende (ab 30.10.2025)
23.10.–20.11.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1 – über Vertragsende hinaus

F32.2 · F43.1 – Vertragsende 30./31.10.2025

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
20.11.–04.12.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Eva Koschmieder · Hafenstraße 174
Status: Noch nicht abgerufen.
04.12.–30.12.2025FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.
02.03.–30.03.2026FolgebescheinigungF32.2, F43.1

F32.2 · F43.1 – anhaltend

Praxis
Patrick Frericks · Hafenstr. 174
Status: Noch nicht abgerufen.

Jede AU entspricht einem PDF-Dokument (TK-Patientenakte). Die Angaben folgen den Originaldokumenten.

Dokumente & E-Mails

Originaltexte der wichtigsten Nachrichten. Einträge mit rotem Hinweis zeigen, wo der Arbeitgeber nicht antwortete.

05.05.2025
Bitte um Aufarbeitung des Mitarbeitergesprächs
Von: Betroffener | An: Leitung S.
Sehr geehrter Herr S., ich möchte Sie bitten, das Mitarbeitergespräch vom 24.10.2024 noch einmal aufzuarbeiten. Die damalige Täuschung über den Gesprächsanlass und die ungeklärten Vorwürfe der Kollegin K. belasten mich bis heute erheblich. Ich leide unter Schlafstörungen und bitte um ein klärendes Gespräch. Mit freundlichen Grüßen
26.05.2025, 14:00
Gesprächstermin wird gesucht
Von: MAV B. | An: Betroffener
Hallo! Gerade habe ich mit Frau P. gesprochen. Wir werden nach einem Termin suchen und melden uns wieder. Viele Grüße i.A. MAV B.
28.05.2025, 04:55
Re: Gesprächstermin wird gesucht – Dringlichkeit
Von: Betroffener | An: MAV B.
Guten Morgen, Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wäre es möglich, noch diese Woche ins Gespräch zu gehen? Ich muss eine Entscheidung treffen, welche eine Befristung setzt. Beste Grüße
28.05.2025, 07:55
AW: Gesprächstermin – diese Woche nicht möglich
Von: MAV B. | An: Betroffener
Guten Morgen! Vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider kann ich diese Woche nichts möglich machen. Ich habe in der Personalabteilung, die ja auch teilnehmen soll/muss Bescheid gegeben, dass ein zeitnaher Termin benötigt wird. Da warte auch ich auf Rückmeldung. Ich melde mich wieder, sobald ich mehr weiß. Viele Grüße i.A. MAV B.
05.06.2025
Gespräch – Terminverschiebung auf Mitte/Ende Juni
Von: MAV B. | An: Betroffener
Guten Tag! Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass aufgrund von Abwesenheitszeiten/Urlauben ein gemeinsames Gespräch mit Ihnen, der Personalabteilung und der Einrichtungsleitung erst gegen Mitte/Ende Juni stattfinden wird. Wir werden uns dann wieder bei Ihnen melden. Mit freundlichen Grüßen MAV B.
06.06.2025
Re: Gespräch – Protest gegen das Format
Von: Betroffener | An: MAV
Guten Tag, das kann ich so nicht akzeptieren. Ich hatte mich zunächst mit der Bitte um Beratung an Sie gewendet. Warum ein Beratungsgespräch so schwer zu organisieren sein soll, ist mir unklar. Da Sie bereits die unbedingte Anwesenheit der in Ihrer Funktion entscheidenden Beteiligten im Gespräch konstatieren, möchte ich wissen, ob dies ein Beratungsgespräch für mich sein wird, oder welche Bedeutung im betrieblichen Verfahren dieses Gespräch haben soll. Mit freundlichen Grüßen
05.11.2025
Erstellung eines qualifizierten Zeugnisses
Von: Betroffener | An: Leitung S., Leitung R.
Hallo Andreas, hallo Natalia, ich möchte erneut um die Erstellung und Zusendung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses bitten. Bisher ist ein solches nicht bei mir eingegangen. Beste Grüße
06.11.2025, 14:34
Antwort der Leitung R. – Drohschreiben
Von: Leitung R. (Natalia) | An: Betroffener
Hallo, eine Verabschiedung während der Dienstzeit ist aus betrieblichen Gründen leider nicht möglich. Es steht dir jedoch selbstverständlich frei, dich privat mit Kolleginnen und Kollegen zu verabreden. Dein Anstellungsverhältnis bei der Arche ist zum 30.10.2025 beendet. Wie vertraglich vereinbart, sind nach der Beendigung des Anstellungsverhältnisses insbesondere die betrieblichen Schlüssel unverzüglich herauszugeben. Dieser Pflicht bist Du bislang nicht nachgekommen. Ich fordere Dich deshalb auf, die betrieblichen Schlüssel bis zum 13.11.2025 zurückzugeben. Sollten bis zu diesem Datum die Schlüssel nicht herausgegeben worden sein, wäre es notwendig die Schließanlage auszuwechseln. Die Kosten wären von Dir verursacht und von Dir zu tragen. Von meiner Seite besteht kein weiterer Klärungsbedarf. Ich kann an deiner aktuellen Situation nichts verändern. Ich wünsche Dir, dass es aber mit Unterstützung gelingt, dass es Dir bald besser geht. Ich bitte Dich zudem in aller Deutlichkeit, weitere Kontaktaufnahmen jegliche Art zu und zu jeglichen Tageszeiten zu unterlassen. Es wäre bedauerlich, wenn deshalb rechtliche Schritte eingeleitet werden müssten. Mit freundlichen Grüßen Natalia R.

Weitere Dokumente (SMS 17.10.2025, 24.10.2025, 27.10.2025) finden sich in der vollständigen Dokumentation.

Analyse – Kausalkette & Recht

Die Stränge – Verhalten der Kollegin, Versagen der Leitung, Versagen der MAV und Krankheitsentwicklung – zusammengeführt. Die zeitlichen Korrelationen zeigen eine klare Kausalkette.

Kausalkette: Wie institutionelle Untätigkeit krank machte
Juni 2024: Einmalige ONS. Kollegin verbreitet danach das Narrativ eines „Verhältnisses" – zunächst intern, dann über Klienten.
Sommer 2024: Beleidigende, rassistische und sexistische WhatsApp-Nachrichten. Betroffener entschuldigt sich sofort.
08.10.2024: Betroffener schildert Bedenken im Rückkehrgespräch. Kollegin beschwert sich noch am selben Tag bei Leitung – Triangulation.
22.–24.10.2024: Täuschung über Gesprächsanlass. Überrumpelung mit vagen Vorwürfen ohne Vorbereitungsmöglichkeit. Vorwürfe des Betroffenen gegen Kollegin werden ignoriert.
Nov. 2024 – April 2025: Angekündigte Folgegespräche finden nie statt. Kein Feedback. Keine Maßnahmen gegen Kollegin. Leitung verwaltet Schweigen.
Jan. 2025: Erste Panikstörung (F41.0). Betroffener berichtet seit Monaten von Schlaflosigkeit wegen nicht aufgearbeiteter Vorfälle.
April–Mai 2025: Somatoforme Störung, Panikstörung, Dyspnoe. Arbeitsunfähigkeit beginnt. Betroffener kann Unterlagen wegen psychischer Blockade nicht aufarbeiten.
2025: MAV wird eingeschaltet. Vertraulichkeit sofort gebrochen. BEM-Termin vereinbart – kommt nicht zustande. Keine wirksame Intervention.
23.06.2025: Erstmalige PTBS-Diagnose (F43.1). Ärztlicher Kausalzusammenhang mit MAG vom 24.10.2024 und Nicht-Aufarbeitung dokumentiert.
27.06.2025: Schwere depressive Episode (F32.2) zusätzlich zur PTBS – Kulmination der psychischen Belastung.
18.09.2025: Nichtverlängerung wegen Krankheitszeiten – während laufender PTBS-AU. Kein BEM je angeboten.
06.11.2025: Statt Zeugnis und Verabschiedung: Drohschreiben. „Von meiner Seite besteht kein weiterer Klärungsbedarf."
Synchronisierte Timeline – alle Stränge
Apr. 2024
Erstes Café-Gespräch. Kollegin zeigt Eskalationsmuster.
Juni 2024
ONS. Kollegin verbreitet danach das Narrativ „Verhältnis".
Sommer 2024
Beleidigende WhatsApp-Nachrichten (rassistisch, sexistisch). Betroffener erwägt MAV und Anwalt.
16.–30.09.2024
Erste AU: Monarthritis Knie – körperliche Ursache.
08.10.2024
Rückkehrgespräch: Betroffener äußert Bedenken. Noch am selben Tag Beschwerde der Kollegin. Triangulation beginnt.
22.10.2024
Täuschung über MAG-Anlass durch Michael Tietjen.
24.10.2024
MAG: Überrumpelung, Vorwürfe nicht angekündigt, Bedenken des Betroffenen ignoriert. Folgegespräche vereinbart → nie umgesetzt.
Okt.–Dez. 2024
Schlafprobleme. Leitung schweigt. Kein Vierergespräch, kein Folgegespräch.
Jan. 2025
Erste psychische Diagnose: Panikstörung F41.0.
12.05.2025
AU ab Mai: F45.9 + F41.0. Betroffener ab jetzt dauerhaft arbeitsunfähig bis Vertragsende.
20.05.2025
Natalia äußert Zweifel an Arbeitsfähigkeit. AG ruft AU-Meldungen nicht ab.
23.06.2025
⚠ PTBS-Erstdiagnose F43.1. Kausalzusammenhang mit MAG dokumentiert.
18.09.2025
Nichtverlängerung: Krankheitszeiten. Kein BEM. 6 Wochen Vorlauf.
30.10.2025
Vertragsende. Kein Zeugnis, weiterhin AU.
06.11.2025
Drohschreiben statt Zeugnis. „Kein weiterer Klärungsbedarf."
06.02.2026
AGG-Antrag: Diskriminierung wegen Ethnie, Krankheit, Rasse.
Rechtliche Verstöße – Übersicht
Kollegin
Beleidigung (§ 185 StGB) · Üble Nachrede (§ 186 StGB) · Rassistische/sexistische Äußerungen · Rufschädigung über Dritte
Leitung
§ 241 II BGB Fürsorgepflicht · § 75 BetrVG Persönlichkeitsrechte · § 7 AGG Diskriminierung · § 109 GewO Zeugnisverzögerung
MAV / BEM
§ 167 II SGB IX – BEM-Pflicht verletzt · Keine wirksame Intervention trotz Einschaltung · Vertraulichkeit gebrochen
Kausalität Krankheit
PTBS F43.1 ärztlich bescheinigt · Kausaler Zusammenhang mit MAG 24.10.2024 und unterlassener Aufarbeitung dokumentiert
Kritische Fragen an den Träger
  • Warum wurden dienstliche E-Mail-Anfragen ab Mai 2025 nicht mehr beantwortet? Wer hat das entschieden?
  • Wurden im Team Informationen über angebliche psychische Probleme des Betroffenen verbreitet? Wer hat das veranlasst?
  • Warum wurde die Datenschutz-Auskunftsanfrage nicht vollständig beantwortet?
  • Warum wurde aus der Bitte um vertrauliche MAV-Beratung ohne Einwilligung ein Verfahren unter Beteiligung von Personalabteilung und Leitung?
  • Welche Konsequenzen wurden aus den rassistischen und sexistischen Äußerungen der Kollegin K. gezogen?
  • Warum wurde trotz Überschreitung der BEM-Schwelle (6 Wochen) kein BEM angeboten?
  • Warum wurde der befristete Vertrag erst sechs Wochen vor Ende und mit der Begründung „Krankheit" nicht verlängert?
  • Warum wurde das Arbeitszeugnis trotz mehrmaliger Bitten und der Bestätigung „ist erstellt" nicht zugestellt?
  • Warum wurde die Bitte um eine würdevolle Verabschiedung abgelehnt?
Legende:
Kollegin
Leitung
MAV
Arbeitsunfähigkeit