Chronologische Dokumentation des eskalierten Verhaltensmusters – von ersten Begegnungen bis zur Gerüchteverbreitung über Dritte.
Kollegiales Gespräch auf Initiative der Kollegin im Café. Sie schildert Konflikt mit Kollegin Dagmar und äußert konkreten Wunsch nach Anzeigenerstattung.
Einige lockere kollegiale Treffen. Kollegin berichtet regelmäßig über gewaltvolle Kindheitserfahrungen und anhaltende Familienprobleme.
Einmalige sexuelle Begegnung. Im Vorfeld war geklärt: beziehungsoffene Verbindung, keine festen Erwartungen. Kollegin betonte jedoch mehrfach, es „ernst" zu meinen. Klare Diskrepanz zwischen kommunizierter Identität und Handeln.
Frau Kocatürk vereinbart eigeninitiativ einen Termin mit dem Vorgesetzten Andreas. Inhalt und Anlass wurden dem Betroffenen nie vollständig mitgeteilt.
Nach einem sachlichen Irrtum und sofortiger Entschuldigung reagiert Frau Kocatürk mit aggressiven, beleidigenden Nachrichten. Enthält rassistische und sexistische Elemente.
Am gleichen Tag wie das Rückkehrgespräch sucht Kollegin das Gespräch mit Andreas. Behauptung: „Wir hätten was miteinander gehabt", sie habe ein „Problem im Umgang". Tatsache: kein dienstlicher Kontakt seit Rückkehr.
Klient Thorsten Ziebel verbreitet im ganzen Haus Gerüchte über ein angebliches Verhältnis – Informationen stammen von der Kollegin selbst. Unterzeichnete Zeugenaussage liegt vor.
Täuschung über Gesprächsanlass, unterlassene Maßnahmen, Verstöße gegen Fürsorgepflicht und BEM.
Telefonische Einladung zum Mitarbeitergespräch: Angeblich „Nachfragen zur Rückkehr". Tatsächliches Thema: Vorwürfe der Kollegin. Keine Vorbereitungsmöglichkeit.
Keine Vorabinformation, Befragung zu Privatleben, Vorwürfe des Betroffenen gegen Kollegin ignoriert. Vereinbarte Folgegespräche nie umgesetzt.
Zitat (vor Zeugen): „Wir waren im letzten Jahr schon großzügig, als du krank warst." Kein BEM angeboten. Mitteilung nur sechs Wochen vor Vertragsende.
Kein Zeugnis, Aufforderung zur Schlüsselrückgabe, Androhung rechtlicher Schritte, keine Antwort auf Teamverabschiedung.
Mitarbeitervertretung – eingeschaltet, aber ohne wirksamen Schutz. Vertraulichkeit gebrochen, BEM nicht durchgesetzt.
BEM-Termine wurden wegen angeblicher Urlaube der Leitung abgesagt. MAV informierte Personalabteilung ohne Einwilligung des Betroffenen.
Keine Intervention bei Täuschung über Gesprächsanlass, keine Durchsetzung des BEM, keine Rückmeldung auf Beschwerden. Schutzfunktion nicht erfüllt.
Von körperlichen Beschwerden zu PTBS und schwerer Depression – zeitlich parallel zur Eskalation.
Erstmals dokumentierte Panikstörung, Tremor, COVID – drei Monate nach dem Mitarbeitergespräch.
Ärztlich bescheinigte posttraumatische Belastungsstörung – kausaler Zusammenhang mit dem MAG vom 24.10.2024 und der unterlassenen Aufarbeitung.
Zusätzlich zur PTBS: schwere depressive Episode. Arbeitsunfähigkeit dauert bis über das Vertragsende hinaus an.
Die drei Stränge – Kollegin, Leitung, Krankheit – werden zusammengeführt. Die zeitlichen Korrelationen zeigen eine klare Kausalkette.